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FAQ

 

Rund ums Sehen, Brillen, Kontaktlinsen und Augenoptik tauchen viele Fragen auf. In unseren FAQs finden Sie kompakte Antworten, hilfreiche Tipps und verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Themen.

Optiker & Sehberatung

Ein guter Optiker nimmt sich Zeit, hört genau zu und geht auf Ihre persönlichen Sehgewohnheiten ein. Wichtig sind eine fachkundige Beratung, moderne Messtechnik, hochwertige Produkte und ein gutes Gefühl im Gespräch. Denn eine Brille ist nicht nur Sehhilfe, sondern begleitet Sie jeden Tag.

Achten Sie auf transparente Beratung, nachvollziehbare Preise, qualifizierte Augenoptiker und einen zuverlässigen Service auch nach dem Kauf. Auch Kundenbewertungen können einen ersten Eindruck geben. Entscheidend ist aber vor allem, ob Sie sich persönlich gut aufgehoben fühlen.

Für eine neue Brille oder Kontaktlinsen ist nicht immer ein vorheriger Augenarztbesuch nötig. Bei Beschwerden, Schmerzen, plötzlichen Sehverschlechterungen oder medizinischen Auffälligkeiten sollten Sie jedoch immer einen Augenarzt aufsuchen.

Ein Termin ist empfehlenswert. So können wir uns ausreichend Zeit für Sie nehmen und Ihre Augen ohne Zeitdruck sorgfältig prüfen. Gerade bei ausführlicher Beratung oder speziellen Sehbedürfnissen ist eine Terminvereinbarung sinnvoll.

Weil gutes Sehen mehr ist als nur ein kurzer Blick auf Zahlen und Buchstaben. Neben den reinen Sehstärken spielen auch Sehgewohnheiten, Arbeitsplatz, Alltag, Augenkoordination und persönliche Ansprüche eine Rolle. Je genauer wir messen und beraten, desto besser kann die Brille später zu Ihnen passen.

a, eine typgerechte Beratung ist ein wichtiger Teil der Brillenauswahl. Gemeinsam schauen wir, welche Form, Farbe und Größe zu Ihrem Gesicht, Ihrem Stil und Ihrem Alltag passt.

Sehbeschwerden & gutes Sehen

Trockene Augen können viele Ursachen haben, zum Beispiel Bildschirmarbeit, trockene Raumluft, zu wenig Blinzeln oder Umwelteinflüsse. Helfen können bewusste Pausen, regelmäßiges Blinzeln, ausreichend Flüssigkeit, befeuchtende Augentropfen und eine passende Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Erkrankung vorliegt.

Wenn Lesen ermüdet, verschwimmt oder Kopfschmerzen verursacht, kann eine Sehanalyse sinnvoll sein. Je nach Ursache können eine Lesebrille, Bildschirmbrille, Nahkomfortbrille oder Gleitsichtbrille helfen.

Blendempfindlichkeit kann im Alltag sehr störend sein, besonders beim Autofahren, am Bildschirm oder bei starker Sonne. Spezielle Entspiegelungen, Tönungen, selbsttönende Gläser, polarisierende Gläser oder Gläser mit UV-Schutz können je nach Situation sinnvoll sein.

Ja, angestrengtes Sehen, nicht optimal korrigierte Werte oder eine ungünstige Bildschirmposition können Beschwerden wie Kopfschmerzen, müde Augen oder Nackenverspannungen begünstigen. Eine genaue Sehanalyse kann helfen, mögliche Ursachen einzugrenzen.

Ja, Lichtverhältnisse, Pupillengröße, Müdigkeit und Kontraste können das Sehen beeinflussen. Deshalb kann es vorkommen, dass sich das Sehen tagsüber anders anfühlt als abends oder nachts.

Kinder & gutes Sehen

Hinweise können häufiges Blinzeln, Augenreiben, Kopfschiefhaltung, Konzentrationsprobleme, nahes Herangehen an Bücher oder Bildschirme, Kopfschmerzen oder Schwierigkeiten beim Lesen sein. Bei Verdacht sollte das Sehen fachlich überprüft werden, bei Kindern idealerweise auch durch den Augenarzt.

Das hängt weniger vom Alter als von Reife, Hygiene und Verantwortungsbewusstsein ab. Viele Kinder und Jugendliche starten im Schulalter oder in der frühen Jugend mit Kontakt

Sehen beim Autofahren

Nicht zwingend, wird aber empfohlen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Bei häufigem Fahren in der Dämmerung und/oder bei Blendempfindlichkeit.

In der Schweiz: dringend empfohlen, keine Pflicht. Falls Ihre Brille unterwegs kaputtgeht und Sie keine Ersatzbrille haben, dürfen Sie nicht weiterfahren.

Brillenpflege

Mit lauwarmem Wasser abspülen, um lose Partikel zu entfernen, Brillenputzspray vom Sehexperten nutzen und mit einem Mikrofasertuch trocknen – keine Papiertücher! Achtung, heißes Wasser kann Beschichtung beschädigen.

Im Etui, nicht lose in der Tasche, nicht auf den Gläsern ablegen. Bitte Ihre Brille nicht im Auto liegen lassen, da hohe Temperaturen die Gläser und deren Beschichtungen schädigen können.

Nein – das schadet der Beschichtung noch mehr. Leider hilft hier nur ein Austausch.

Brillengläser & Kontaktlinsen

Das passende Brillenglas hängt von Ihrer Sehstärke, Ihren Sehgewohnheiten und Ihren persönlichen Anforderungen ab. Ob Einstärken-, Gleitsicht- oder Arbeitsplatzgläser – jede Glasart bietet unterschiedliche Vorteile. Auch das Material, die Glasdicke und spezielle Beschichtungen beeinflussen den Sehkomfort. Bei einer individuellen Beratung ermitteln wir, welche Brillengläser am besten zu Ihren Augen und Ihrem Alltag passen.

Sie tragen eine Gleitsichtbrille, um in jeder Entfernung scharf sehen zu können, und möchten dieses einmalige Sehgefühl auch mit Kontaktlinsen erleben?

Mit modernen Gleitsicht-Kontaktlinsen genießen Sie scharfes Sehen in Nähe und Ferne. Viel mehr noch: Gleitsicht-Kontaktlinsen bieten Ihnen auch beim Lesen im Liegen, bei der Arbeit am Computer oder beim Sport völlige Bewegungsfreiheit.

Es gibt viele verschiedene Gleitsicht-Kontaktlinsen, die sich im Aufbau der optischen Zonen unterscheiden. Abhängig von Ihren individuellen Sehaufgaben und Ihren Wünschen wählen wir gemeinsam mit Ihnen den idealen Kontaktlinsen-Typ aus. Nach einer Test-Phase, in der wir Ihre Kontaktlinsen gegebenenfalls noch einmal optimieren, genießen Sie entspanntes Sehen – ohne Ihre Gleitsicht-Brille!

Einstärkengläser besitzen eine einheitliche Korrektionswirkung und werden beispielsweise für Fern- oder Lesebrillen verwendet. Nahkomfortgläser bieten unterschiedliche Sehstärken für den Nah- und Zwischenbereich und eignen sich besonders zum Lesen oder für die Bildschirmarbeit. Gleitsichtgläser ermöglichen dagegen stufenloses Sehen in der Ferne, im Zwischenbereich und in der Nähe. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Ihren Sehbedürfnissen und Ihrem Alltag ab.

Einstärkengläser unterscheiden sich unter anderem in ihrer optischen Berechnung, dem Material, der Glasdicke und den Oberflächenbeschichtungen. Hochwertige Gläser können durch optimierte Glasdesigns größere nutzbare Sehbereiche und eine bessere Abbildungsqualität insbesondere in den Randbereichen bieten. Moderne Entspiegelungen reduzieren störende Reflexionen, während Hartschichten und schmutzabweisende Beschichtungen die Pflege erleichtern und die Widerstandsfähigkeit verbessern. Entscheidend sind außerdem eine präzise Zentrierung und die individuelle Anpassung an Ihre Augen und Brillenfassung.

Der Preis einer hochwertigen Gleitsichtbrille hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die gewählte Brillenfassung, die Qualität und Individualisierung der Gleitsichtgläser, das Glasmaterial sowie zusätzliche Beschichtungen. Für eine komplette Gleitsichtbrille mit hochwertigen Markengläsern können je nach Ausstattung etwa 600 bis über 1.500 Euro anfallen. Besonders individuell gefertigte Premiumgläser können auch darüber liegen. Entscheidend ist, dass die Gläser zu Ihren Sehansprüchen passen. In einer persönlichen Beratung zeigen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten und erstellen ein transparentes Angebot.

Kunststoffgläser sind leicht, vergleichsweise bruchsicher und deshalb für die meisten Alltagsbrillen die bevorzugte Wahl. Moderne Beschichtungen verbessern ihre Kratzbeständigkeit und erleichtern die Reinigung. Mineralgläser sind von Natur aus kratzfester, allerdings schwerer und empfindlicher gegenüber Bruch. Beide Materialien bieten unterschiedliche optische und praktische Eigenschaften. Welche Variante für Sie sinnvoll ist, hängt insbesondere von Ihrer Sehstärke, der Fassung und Ihren Tragegewohnheiten ab.

Eine Bildschirm- oder Arbeitsplatzbrille ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie längere Zeit am Computer arbeiten und mit Ihrer bisherigen Brille nicht in allen benötigten Entfernungen entspannt sehen können. Spezielle Arbeitsplatzgläser sind auf den Nah- und Zwischenbereich abgestimmt und ermöglichen beispielsweise den komfortablen Blick auf Bildschirm, Tastatur und Schreibtisch. Dadurch können ungünstige Kopfhaltungen und visuelle Anstrengung reduziert werden. Welche Glaslösung geeignet ist, hängt von Ihren Sehwerten, Ihrem Arbeitsplatz und den jeweiligen Sehentfernungen ab.

Blaulichtfilter reduzieren einen Teil des kurzwelligen blauen Lichts, das unter anderem von digitalen Bildschirmen ausgestrahlt wird. Manche Menschen empfinden entsprechende Brillengläser als angenehmer, beispielsweise aufgrund ihrer veränderten Licht- und Farbwahrnehmung. Wissenschaftlich ist bisher jedoch nicht überzeugend nachgewiesen, dass Blaulichtfilter typische Bildschirmbeschwerden reduzieren, die Netzhaut vor Schäden durch Bildschirmlicht schützen oder die Schlafqualität zuverlässig verbessern. Für entspanntes Sehen am Bildschirm sind vor allem die richtige Sehstärke, ergonomische Arbeitsbedingungen und regelmäßige Sehpausen wichtig.

Selbsttönende, auch phototrope Brillengläser genannt, passen ihre Tönung automatisch an die Lichtverhältnisse an. Spezielle lichtempfindliche Moleküle reagieren auf UV-Strahlung und bei bestimmten Glasvarianten auch auf sichtbares Licht. Im Freien verdunkeln sich die Gläser, während sie in Innenräumen wieder weitgehend klar werden. Die Geschwindigkeit und Stärke der Tönung hängen unter anderem von der Temperatur und der verwendeten Glastechnologie ab. Da Autoscheiben einen großen Teil der UV-Strahlung herausfiltern, tönen sich herkömmliche selbsttönende Gläser im Fahrzeug häufig nur schwach. Dafür gibt es spezielle Varianten.

Die passenden Kontaktlinsen hängen von Ihrer Sehstärke, der Beschaffenheit Ihrer Augen, Ihrem Tränenfilm und Ihren persönlichen Tragegewohnheiten ab. Zur Auswahl stehen unter anderem weiche Tages- und Monatslinsen, formstabile Kontaktlinsen sowie spezielle Linsen zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit. Nicht jede Kontaktlinse eignet sich für jedes Auge. Deshalb sind eine professionelle Anpassung, eine sorgfältige Einweisung und regelmäßige Kontrollen entscheidend für gutes Sehen und gesundes Kontaktlinsentragen.

Polarisierende Brillengläser reduzieren störende Reflexionen, die beispielsweise auf nassen Straßen, Wasseroberflächen oder anderen glatten Flächen entstehen. Ein spezieller Filter blockiert einen großen Teil des entsprechend polarisierten Lichts. Dadurch können Blendungen vermindert, Kontraste angenehmer wahrgenommen und der Sehkomfort bei hellem Tageslicht verbessert werden. Polarisierende Sonnenbrillen sind besonders beim Autofahren, Wassersport und vielen Freizeitaktivitäten beliebt. Allerdings können sie die Ablesbarkeit bestimmter Displays beeinträchtigen und sind nicht für jede Situation geeignet.

Ja, für zahlreiche Sportarten gibt es speziell entwickelte Brillen und Brillengläser. Je nach Einsatzbereich bieten sie beispielsweise besonders bruchsichere Materialien, einen sicheren Sitz, geeignete Tönungen, hohen UV-Schutz oder kontraststeigernde Eigenschaften. Beim Radfahren, Laufen, Golfen oder Wassersport unterscheiden sich die Anforderungen deutlich. Viele Sportbrillen lassen sich auch mit individueller Sehstärke ausstatten. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, die passende Kombination aus Sicht, Schutz und Tragekomfort zu finden.

Eine professionelle Kontaktlinsenanpassung beginnt mit einer ausführlichen Analyse Ihrer Augen und Sehgewohnheiten. Dabei werden unter anderem die Sehstärke, die Hornhautform und der Tränenfilm beurteilt. Anschließend wählen wir geeignete Probelinsen aus und kontrollieren deren Sitz, Beweglichkeit und Sehqualität direkt am Auge. Zusätzlich erhalten Sie eine Einweisung in das richtige Einsetzen, Herausnehmen und die hygienische Pflege. Nach einer Probephase wird überprüft, ob die Kontaktlinsen dauerhaft gut vertragen werden. Regelmäßige Nachkontrollen sorgen dafür, dass Tragekomfort und Augengesundheit im Blick bleiben.

Nachtlinsen, auch Orthokeratologie- oder Ortho-K-Linsen genannt, sind spezielle formstabile Kontaktlinsen, die während des Schlafens getragen werden. Sie verändern die Form der Hornhaut vorübergehend so, dass insbesondere eine Kurzsichtigkeit tagsüber reduziert oder ausgeglichen werden kann. Dadurch ist bei geeigneten Personen tagsüber häufig keine zusätzliche Sehhilfe notwendig. Die Wirkung ist nicht dauerhaft und muss durch regelmäßiges Tragen aufrechterhalten werden. Nachtlinsen erfordern eine besonders sorgfältige Anpassung, konsequente Hygiene und regelmäßige Kontrollen, da das Tragen von Kontaktlinsen während des Schlafs mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden ist.

Seh-Wissen einfach erklärt

Optometrie beschäftigt sich mit der Messung und Beurteilung des Sehvermögens sowie der Funktion und dem Zusammenspiel der Augen. Dabei werden neben der Sehstärke beispielsweise auch das beidäugige Sehen und weitere Sehfunktionen untersucht. Ziel ist es, Sehprobleme zu erkennen, individuelle Lösungen für besseres Sehen zu finden und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu bemerken. Optometrische Untersuchungen können die augenärztliche Vorsorge sinnvoll ergänzen, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnose oder Behandlung durch einen Augenarzt.

Augenoptiker sind Spezialisten für gutes Sehen. Sie bestimmen Sehstärken, beraten zu Brillen und Kontaktlinsen und passen individuelle Sehhilfen an. Je nach Qualifikation und Ausstattung bieten sie auch weiterführende optometrische Untersuchungen an. Augenärzte sind dagegen für die medizinische Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen zuständig. Bei Schmerzen, plötzlichen Sehveränderungen oder anderen auffälligen Beschwerden ist deshalb eine augenärztliche Untersuchung notwendig. Beide Berufsgruppen ergänzen sich und tragen gemeinsam zu gutem Sehen und gesunden Augen bei.

Zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten gehören Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Alterssichtigkeit (Presbyopie). Kurzsichtige Menschen sehen in der Ferne unscharf, während Weitsichtigkeit besonders beim Sehen in der Nähe Beschwerden verursachen kann. Eine Hornhautverkrümmung führt häufig zu verzerrtem oder unscharfem Sehen in unterschiedlichen Entfernungen. Bei der Alterssichtigkeit nimmt die Fähigkeit des Auges ab, auf nahe Objekte scharf zu stellen. Mit individuell angepassten Brillengläsern oder Kontaktlinsen lassen sich diese Sehprobleme in vielen Fällen zuverlässig korrigieren.

Der Visus beschreibt die Sehschärfe, also wie gut das Auge feine Details erkennen und voneinander unterscheiden kann. Ein Visus von 1,0 entspricht der üblicherweise als normal bezeichneten Sehschärfe und wird häufig als 100 Prozent angegeben. Ein Wert von 0,5 bedeutet jedoch nicht, dass man nur halb so gut sieht. Auch Werte über 1,0 sind möglich. Die Sehschärfe wird bei einem Sehtest mithilfe standardisierter Sehzeichen bestimmt und ist ein wichtiger Bestandteil der Beurteilung Ihres Sehvermögens.

Diese Begriffe finden Sie häufig auf Ihrem Brillenpass oder Ihrer Brillenverordnung. Die Sphäre (SPH) bezeichnet die Stärke der Kurz- oder Weitsichtigkeit in Dioptrien. Der Zylinder (CYL) gibt die Stärke einer Hornhautverkrümmung an, während die Achse (AX) deren Ausrichtung in Grad beschreibt. Die Pupillendistanz (PD) bezeichnet den Abstand zwischen den Pupillen beziehungsweise die jeweiligen Abstände zur Gesichtsmitte und ist wichtig für die Zentrierung der Brillengläser. Die Addition (ADD) gibt den zusätzlichen Nahwert an, der beispielsweise für Lese- oder Gleitsichtbrillen benötigt wird.

Binokulares Sehen bezeichnet das gemeinsame Sehen mit beiden Augen. Dabei verarbeitet das Gehirn die Seheindrücke beider Augen zu einem möglichst einheitlichen Bild. Ein gutes Zusammenspiel ermöglicht unter anderem räumliches Sehen und eine präzise Einschätzung von Entfernungen. Ist die Zusammenarbeit der Augen gestört, können Beschwerden wie Doppelbilder, schnelle Ermüdung oder Schwierigkeiten beim Lesen auftreten. Eine Untersuchung des beidäugigen Sehens kann helfen, mögliche Auffälligkeiten zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu finden.

Als Winkelfehlsichtigkeit wird in der Augenoptik eine Abweichung der Augenstellung bezeichnet, die das beidäugige Sehen unter bestimmten Bedingungen erschweren kann. Die Augen müssen dabei zusätzliche Ausgleichsarbeit leisten, um ein gemeinsames Bild zu erzeugen. Manche Betroffene berichten über angestrengtes Sehen, schnelle Ermüdung oder gelegentliche Doppelbilder. Solche Beschwerden können jedoch unterschiedliche Ursachen haben und sind kein eindeutiger Hinweis auf eine Winkelfehlsichtigkeit. Eine sorgfältige Untersuchung des beidäugigen Sehens hilft, mögliche Auffälligkeiten zu beurteilen und geeignete Lösungen zu finden.

Prismengläser sind spezielle Brillengläser, die den Lichtweg gezielt verändern und dadurch das Zusammenspiel beider Augen unterstützen können. Sie werden insbesondere bei bestimmten Störungen der Augenstellung eingesetzt, beispielsweise um Doppelbilder zu reduzieren oder auszugleichen. Ob eine prismatische Korrektur sinnvoll ist, hängt von der individuellen Sehfunktion und der Ursache der Beschwerden ab. Eine ausführliche Untersuchung ist daher besonders wichtig. Neu aufgetretene Doppelbilder sollten umgehend augenärztlich abgeklärt werden.

Myopie ist der medizinische Fachbegriff für Kurzsichtigkeit. Dabei werden entfernte Objekte unscharf wahrgenommen, während das Sehen in der Nähe meist gut funktioniert. Ursache ist häufig ein zu langer Augapfel oder eine im Verhältnis zur Augenlänge zu starke Brechkraft des Auges. Dadurch entsteht der Brennpunkt des einfallenden Lichts vor der Netzhaut. Kurzsichtigkeit entwickelt sich häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter und kann im Laufe des Wachstums zunehmen. Sie lässt sich mit Brillen oder Kontaktlinsen korrigieren. Bei Kindern und Jugendlichen können zudem spezielle Maßnahmen helfen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen.

Myopie-Management umfasst verschiedene Maßnahmen, die darauf abzielen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen zu verlangsamen. Denn eine zunehmende Kurzsichtigkeit kann langfristig das Risiko bestimmter Augenerkrankungen erhöhen. Zum Einsatz kommen beispielsweise speziell entwickelte Brillengläser, besondere Kontaktlinsen oder ärztlich verordnete Atropin-Augentropfen. Auch ausreichend Zeit im Freien und regelmäßige Sehpausen spielen eine wichtige Rolle. Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt vom Alter, der Entwicklung der Kurzsichtigkeit und den individuellen Voraussetzungen ab. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, den Verlauf zu beurteilen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.

Bei einer Augeninnendruckmessung, auch Tonometrie genannt, wird der Druck im Inneren des Auges bestimmt. Dieser entsteht durch das Kammerwasser und dessen Zu- und Abfluss. Ein erhöhter Augeninnendruck kann ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms, auch Grüner Star genannt, sein. Der häufig angegebene Normalbereich liegt zwischen etwa 10 und 21 mmHg. Allerdings kann ein Glaukom auch bei unauffälligen Druckwerten auftreten. Deshalb reicht eine Augeninnendruckmessung allein nicht aus, um eine Augenerkrankung sicher festzustellen oder auszuschließen. Dafür ist eine umfassende augenärztliche Untersuchung notwendig.

Polarisierende Brillengläser besitzen einen speziellen Filter, der störende Lichtreflexionen auf glatten Oberflächen deutlich reduzieren kann. Solche Reflexionen entstehen beispielsweise auf Wasser, nassen Straßen oder Schnee. Durch die Verminderung dieser Blendungen können Kontraste angenehmer wahrgenommen und die Augen bei hellem Tageslicht entlastet werden. Besonders beim Autofahren, beim Wassersport oder bei anderen Aktivitäten im Freien bieten polarisierende Sonnenbrillen häufig einen spürbaren Komfortgewinn. Wichtig ist jedoch, dass polarisierende Gläser die Darstellung bestimmter Displays beeinträchtigen können und nicht in jeder Situation die beste Wahl sind.

Selbsttönende Brillengläser, auch phototrope Gläser genannt, verändern ihre Tönung automatisch abhängig von den Lichtverhältnissen. Dafür sorgen spezielle lichtempfindliche Substanzen im Glas, die vor allem auf UV-Strahlung reagieren. Im Freien verdunkeln sich die Gläser und bieten dadurch einen angenehmen Blendschutz. In Innenräumen werden sie wieder weitgehend klar. Die Geschwindigkeit und Intensität der Tönung hängen unter anderem von der Temperatur und der verwendeten Glastechnologie ab. Da herkömmliche Autoscheiben einen großen Teil der UV-Strahlung herausfiltern, verdunkeln sich viele selbsttönende Gläser im Fahrzeug nur eingeschränkt. Spezielle Varianten können auch hinter der Windschutzscheibe stärker reagieren.